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Ribiselkuchen

Den klassischen Ribiselkuchen mit Mürbteig und Schneehaube kennen vermutlich die Meisten - ist ja auch irgendwie ein traditioneller österreichischer Kuchen.  Mich erinnert dieser Blechkuchen immer an meine Kindheit, da ihn damals unsere Oma immer gebacken hat  (und eigentlich nach wie vor hin und wieder macht). Zurzeit haben Ribisel auch Saison, und da auch wir welche im Garten haben, habe ich vor wenigen Tagen das Rezept meiner Oma gesucht, etwas diätologisch adaptiert und diesen guten  Ribiselkuchen gebacken.

 

Mit wenigen und einfachen Tricks lassen sich originale Rezepte schnell abwandeln und etwas gesünder bzw. nährstoffreicher machen. Beim Teig handelt es sich um Mürbteig, welcher ein sehr fettreicher Teig ist, da neben Mehl die Hauptzutat Butter ist. Ich habe daher mehr als die Hälfte der Butter durch Magertopfen ersetzt um die Fettmenge etwas zu reduzieren.  Das funktioniert wunderbar und geschmacklich kennt man keinen Unterschied.

Wie ich es eigentlich bei allen Teigen mache, habe ich auch bei diesem Kuchenrezept die Hälfte des Mehls durch Vollkornmehl ersetzt. Das sorgt erstens für mehr Nährstoffe und zweitens liefert Vollkornmehl mehr Ballaststoffe, die uns länger satt machen und die Verdauung fördern. Die Zuckermenge habe ich ebenso reduziert - das kann man auch bei allen Rezepten um 1/3 bis die 1/2 machen und die Süßspeisen sind  trotzdem noch süß genug. 

 

Wie man also sehen kann, ist es wirklich nicht schwer vermeintlich "ungesündere" Rezepte etwas zu verbessern. Durch einfache Tricks lässt sich oftmals  viel Fett und Zucker einsparen und der Genuss bleibt trotzdem erhalten.

 

Ich wünsche euch viel Spaß beim Backen und freue mich auch über Ergebnisberichte, Fragen und natürlich besonders über Fotos. 

 

 

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RIBISELKUCHEN

 

Zutaten:

TEIG:

100 g Dinkelvollkornmehl

100 g Dinkelweißmehl

100 g Magertopfen

60 g Butter

60 g Zucker

2 Dotter

1 Prise Salz

Saft + Schale von ½ Zitrone

 

BELAG:

ca. 700 g Ribisel (frisch oder tiefgekühlt)

2 Eiklar

 

5 EL Staubzucker

 

Zubereitung:

  1. Für den Teig die Mehle in eine Schüssel geben.
  2. Butter in kleine Stücke schneiden und gemeinsam mit den restlichen Zutaten zum Mehl geben.
  3. Mit den Händen durchmischen und auf der Arbeitsfläche zu einem glatten Teig verkneten.
  4. Den Teig zu einer Kugel formen, bemehlen und zugedeckt im Kühlschrank ca. 1 Stunde rasten lassen.
  5. Nach dem Rasten den Backofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen.
  6. Anschließend den Teig nochmals durchkneten und auf einer bemehlten Arbeitsfläche ca 3-5 mm dick ausrollen.
  7. Auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben und mit einer Gabel mehrmals einstechen.
  8. Den Teig ca. 10 Minuten vorbacken und dann aus dem Ofen nehmen.
  9. In der Zwischenzeit die Eiklar mit dem Staubzucker zu einem steifen Schnee schlagen.
  10. Die Ribisel auf dem vorgebackenen Teig verteilen.
  11. Den Eischnee gleichmäßig darüber verteilen.
  12. Den Kuchen erneut in den Backofen geben und backen bis die Schneehaube hellbraun gebacken ist.

 

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Kommentare: 2
  • #1

    Maria Stelzhammer (Mittwoch, 11 August 2021 14:04)

    Ich bin sehr froh dass ich nun einen fettreduzierten Teig für einen Ribiselkuchen bei Ihnen gefunden habe.
    Eine Frage habe ich, was halten Sie von Birkenzucker, da ich auch Zucker reduzieren möchte.
    Ich habe ihn schon hin und wieder verwendet, ich vertrage ihn ganz gut und die Süße ist auch ganz gut.
    Danke
    Liebe Grüße
    Maria

  • #2

    Katrin Ebetshuber (Mittwoch, 22 September 2021 06:14)

    Liebe Maria,

    Vielen Dank für dein nettes Feedback.
    Ich persönlich verwende Birkenzucker nicht und reduziere in Rezepten die Zuckermenge je nach dem um circa ein Drittel bis die Hälfte, dadurch lässt sich Zucker auch super einsparen.
    Wenn du Birkenzucker gut verträgst und diesen verwenden möchtest, spricht aber nichts dagegen. Ich persönlich greife aber lieber auf das heimische Produkt oder Honig (wegen des Geschmacks) zurück und reduziere bei beiden, wie gesagt die Mengen.

    Ich hoffe ich konnte deine Fragen beantworten und wünsche dir noch weiterhin viel Spaß beim Backen und Kochen.

    Lg Katrin