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Alles rund um Mangold

Mangold gehört wie Spinat zur Familie der Gänsefußgewächse und ist in unserer Region von Mai bis November erhältlich. Zudem ist er auch ein enger Verwandter der Roten Rübe.

Man unterscheidet den Blattmangold und den Stielmangold. Vom Stielmangold können neben den Blättern auch die Stängel verkocht und verzehrt werden. Davon gibt es neben den klassischen weiß-grünen Mangoldstängeln auch noch Sorten, bei denen die Stängel leuchtend violett, orange oder rot gefärbt sind. Eine weitere Sorte ist der Schnittmangold, bei dem vorzugsweise die Blätter verwendet werden und die Siele kleiner und dünner sind. Dieser kann wie Spinat zubereitet werden wohingegen man den Stielmangold wie Spargel zubereiten kann.

 

Ursprünglich wurde Mangold in den Küstenregionen des Mittelmeerraums kultiviert. Wer schon einmal in Kroatien war, kann sich sicherlich an die klassische Fischbeilage „Mangold mit Kartoffeln“ , auch BLITVA genannt,  erinnern.  Das Rezept dafür gibt es weiter unten. Es ist schnell zubereitet und bringt Urlaubsstimmung in die Alltagsküche.

 

Mangold punktet auch in Sachen Nährstoffen. Neben Vitamin C und B-Vitaminen enthält das grüne Blattgemüse Carotinoide, die Vorstufe von Vitamin A. Auch Kalium, Kalzium und Eisen sind in enthalten.

 

Was beachtet werden sollte, ist dass Mangold Nitrat speichert. Das ist zwar an und für sich nicht schädlich, wird er aber mehrmals aufgewärmt oder lange warm gehalten wird das Nitrat in Nitrit umgewandelt, wodurch in weiterer Folge gesundheitsschädliche Nitrosamine entstehen können. Mangold also am Besten gleich essen und nicht nochmals aufwärmen.  Auch Oxalsäure ist enthalten, die bei gleichzeitiger Zufuhr von calciumreichen Lebensmitteln die Aufnahme von Calcium hemmen kann.

 

Wie bereits erwähnt, kann man sowohl Stiele als auch die Blätter verwenden. Werden die Stiele in den Gerichten mitgekocht, diese zuvor anbraten oder andünsten, da sie eine längere Garzeit benötigen, als die Blätter. Zur Lagerung kann Mangold in feuchte Geschirrtücher gewickelt und im Kühlschrank ca. 3 Tage gelagert werden.

 

Mangold ist vielseitig einsetzbar und eignet sich hervorragend für Gemüsepfannen, als Fülle für Gemüsestrudel und in Nudelsaucen macht er sich ebenso gut wie einfach blanchiert oder gedünstet mit Knoblauch und Olivenöl.

 

 

Nachstehend findet ihr das Rezept für die kroatische Beilage „Blitva“. Ich habe dazu ein Lachsfilet serviert, welches ich mit Zitronensaft, Salz, Pfeffer und Rosmarin gewürzt und kurz in Olivenöl angebraten habe. Ich wünsche euch viel Spaß beim Nachkochen.

 

BLITVA - KROATISCHE MANGOLD-GEMÜSE-BEILAGE

 

Zutaten (2 Portionen)

3-4 Stiele Mangold (je nach Größe)

2 Knoblauchzehen

300-350 g Kartoffeln

1 EL Olivenöl

Salz, Pfeffer

Zitronensaft

 

Zubereitung:

  1. Die Kartoffeln im Dampfgarer oder im Siebeinsatz dämpfen und anschließend schälen und evtl. halbieren.
  2. Den Mangold waschen und Stiele und Blätter voneinander trennen.
  3. Die Stiele in 1 cm breite Stücke schneiden. Die Blätter in Streifen schneiden.
  4. Die Knoblauchzehen schälen und in Scheiben schneiden.
  5. In einer beschichteten Pfanne das Olivenöl erhitzen und den Knoblauch und die Mangoldstiele leicht anschwitzen.
  6. Die Kartoffeln zugeben und mitrösten bis sie etwas Farbe angenommen haben.
  7. Die Mangoldblätter zugeben und unter Rühren zusammenfallen lassen.
  8. Mit Salz, Pfeffer und einigen Spritzern Zitronensaft abschmecken und warm servieren.