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Herbstliche Buchweizenbowl

Sogenannte Foodtrends gibt es ja immer wieder. Vor nicht allzu langer Zeit waren die sogenannten "Bowls" sprichwörtlich in aller Munde. Bowls, die aus  dem Englischen übersetzt, nichts anderes heißen als "Schüsseln" eroberten schnell die Welt der Foodblogs, Social Media und Kochbücher. 

Normalerweise bin ich kein großer Fan von Foodtrends, wie z.B.: Low Carb, High Protein, Detox etc. da ich finde, dass eine ausgewogene und gesunde Ernährung, mit Lebensmitteln aus allen Gruppen am sinnvollsten ist. 

Von den Bowls bin ich aber schon etwas angetan muss ich sagen. Vielleicht auch deswegen, weil sie Ernährungsrichtlinien sehr nahe kommen, wenn sie richtig zusammen gestellt sind. 

 

Grundprinzip der Bowls ist es, Kohlenhydrate, Gemüse und Eiweiß zu kombinieren und das entspricht auch genau den Ernährungsvorgaben für eine ausgewogene Kost. 

Kohlenhydrate versorgen uns mit Energie und sollten Bestandteil jeder Mahlzeit sein. Für Bowls eigenen sich besonders gut heimische Getreidesorten wie z.B.: Dinkel- oder Einkornreis, Buchweizen, Hirse oder Vollkorncouscous. Aber auch Vollkornnudeln, Natur- oder Wildreis sowie Ofenkartoffeln können als Kohlenhydratkomponente gewählt werden.

Beim Gemüse sind keine Grenzen gesetzt - hier gilt: je bunter desto besser! Am Besten wählt man regionale und saisonale Gemüsesorten aus, die man entweder roh für die Bowl verwenden kann oder auch gedünstet, angebraten oder im Ofen gebacken - wie gesagt, hier kann man seiner Kreativität freien Lauf lassen.

Zu guter Letzt kommt dann noch die Eiweißquelle mit in die Schüssel: Dabei kann man je nach Vorlieben entweder Fleisch oder Fisch wählen - oder die vegetarische Varianten (die ich bevorzuge) wie z.B.: gebratenen Tofuwürfel (aus Sojabohnen aus Österreich), Hülsenfrüchte wie Erbsen, Linsen, Bohnen, Kichererbsen u.v.m. Auch Fetakäse, Mozzarella oder ein gekochtes Ei liefern wertvolles 

 Eiweiß, das gut kombiniert werden kann.

 

Für den besonderen Geschmack können Kräuter und Gewürze aller Art beigegeben werden - experimentieren ist hier angesagt!

Für das Dressing kann je nach Bowl Verschiedenes kombiniert werden: für asiatische Bowls mit Reis und Tofu zum Beispiel eignet sich Sojasauce und etwas Erdnussöl sowie frischer Koriander. Für mediterrane Bowls mit Tomaten, Mozzarella oder Feta verwende ich gerne ein einfaches Balsamico-Olivenöldressing. Aber auch Hanföl und Essig mit Petersilie passt gut zu herbstlichen Gemüsesorten wie Kürbis, Rote Rüben oder Karotten.

 

Wie man sehen kann, kann man sich beim Thema Bowls sehr kreativ austoben und es gibt unendlich viele Kombinationsmöglichkeiten!

Ich hab hier eine Inspiration für euch, und zwar eine Bowl mit Buchweizen, Thunfisch, Roten Rüben, Grünen Bohnen, Zwiebel und Tomaten - verfeinert mit Hanföl und Balsamicoessig sowie Chilis und Petersilie.
Ich  wünsche euch in diesem Sinne viel Spaß beim Ausprobieren!

 

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HERBSTLICHE BUCHWEIZENBOWL

 

Zutaten (1 Portion):

50 g Buchweizen

1 kleine Rote Rübe

Eine Handvoll grüne Bohnen

1 Tomate

Ein paar Scheiben rote Zwiebel

Petersilie gehackt

½ Thunfischdose abgetropft

1 EL Ol (z.B.: Olivenöl, Hanföl, Walnussöl etc.)

Balsamicoessig

Salz, Pfeffer

 

 

Zubereitung:

  1. Den Buchweizen in der doppelten Menge Wasser bissfest kochen und anschließend leicht salzen und pfeffern.
  2. Die Rote Rübe schälen und in Würfel schneiden.
  3. Die Grünen Bohnen waschen und putzen.
  4. Die Zwiebel schälen und ein paar Ringe abschneiden.
  5. Die Tomate waschen und würfelig schneiden.
  6. Thunfisch abtropfen und die Hälfte aus der Dose geben. (die andere Hälfte in eine Tupperdose geben und im Kühlschrank aufbewahren und z.B.: für Salat  oder als Belag für Pizza oder in Aufstrichen weiter verarbeiten)
  7.  Petersilie hacken.
  8.  Die Roten Rüben in einen Siebeinsatz in einen Kochtopf geben und ca. 15 Minuten dünsten. Die Grünen Bohnen danach zugeben und etwa 5 Minuten mitdünsten. Das Gemüse sollte weich aber noch bissfest sein.
  9.  Alle Zutaten in einer Schüssel schön nebeneinander anrichten und anschließend noch das Öl sowie etwas Essig darüber träufeln.
  10. Es können auch noch weitere Gewürze zugegeben werden – je nach Vorlieben!
  11.  Vor dem Essen alles einmal kräftig durchmischen und genießen.