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Leinsamencracker

 Chips, gesalzene Nüsse, Soletti, Popcorn, Erdnussflips & Co. sind bei vielen ein treuer Begleiter beim Filmschauen am Abend auf der Couch. Obwohl jeder weiß, dass diese Knabbereien nicht gerade gesund sind, siegt oft der innere Schweinehund und es ist schwer nach der fest vorgenommenen "kleinen Schüssel" aufzuhören und schnell ist die ganze Tüte verputzt. 

 

Wirft man einen genaueren Blick auf das Etikett ist das Entsetzen dann oft recht groß, denn die Kalorien - und Fettmengen die in so manchen Chips enthalten sind, sind nicht gerade wenig. 

So enthalten 30 g Chips 160 kcal und knapp 10 g Fett. Um es sich etwas bildlicher vorstellen zu können: 10 g Fett sind etwa ein EL Öl oder eine Portionspackung Butter, wie man sie oft im Hotel oder Restaurant bekommt. Wer schon mal 30 g Chips (Porriobsgröße wie sie auf Verpackungen angegeben ist) abgewogen hat, weiß wie wenig das ist - also gerne mal ausprobieren. 


Verputz man die Hälfte der Packung hat man dann mit knappe 30 g Fett bereist weit mehr als die Hälfte des Tagesbedarfs an Fett gedeckt.

Abgesehen von Fett und Kalorien enthalten die Chips dann aber keine nennenswerten Nährwerte - es sind also sogenannte "Leere Kalorien". 

 

Greift man ab und zu zu einer kleinen Portion spricht absolut nichts dagegen, denn auch vermeintliche "ungesunde" Lebensmittel dürfen gegessen werden - es kommt wie gesagt auf die Menge an. 

Wer aber dennoch gerne knabbern möchte und aber etwas gesünder bzw. nährstoffreicher aussteigen will, kann sich an das heutige Rezept für Leinsamencracker wagen.

 

Leinsamen enthalten zwar auch 40 % Fett, wovon aber mehr als die Hälfte die mehrfach ungesättigte Omega-3-Fettsäure "Alpha-Linolensäure" ausmacht. Diese wirkt sich positiv auf die Blutfettwerte sowie auf das Herz-Kreislauf-System aus und hat entzündungshemmende Eigenschaften.

Auch die enthaltenen Sonnenblumen- und Kürbiskerne enthalten wertvolle Fettsäuren und durch die Verwendung von verschiedenen Gewürzen können verschiedenste Geschmacksrichtungen kreiert werden. 

Anstatt der hier verwendeten Kräuter kann man z.B.:auch Kurkuma, Kreuzkümmel, Paprikapulver, Chili etc. verwenden.

Aber auch hier gilt: Die Menge machts! Isst man von "gesünderen" Lebensmitteln übermäßig viel so kann man auch damit schnell große Mengen Fett erreichen. Man sollte daher immer den Genuss in den Vordergrund stellen und BEWUSST genießen - dadurch nimmt man auch den Geschmack der einzelnen Zutaten viel besser war!

 

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LEINSAMEN-CRACKER

Zutaten (1 Blech)

100g Dinkelvollkornmehl

80 g Leinsamen geschrotet

40 g Sonnenblumenkerne

20 g Kürbiskerne

4 EL Rapsöl

½ TL Salz

2 TL getrockneter Rosmarin

2 TL getrockneter Oregano

Chiliflocken (optional)

180 ml kochendes Wasser

Zubereitung:

  1. Backofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen.
  2. Alle Trockenen Zutaten sowie die Gewürze in einer großen Schüssel miteinander vermengen.
  3. Das kochende Wasser sowie das Öl zugeben und mit einem Kochlöffel gut vermengen bis eine einheitliche Masse entstanden ist.
  4. Die Masse auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben und mit einem Messer rechteckig und sehr dünn aufstreichen. Dabei das Messer immer wieder mit etwas Wasser befeuchten, dadurch lässt sich die Masse besser aufstreichen.
  5. Im Backofen ca.30 Minuten backen, bis die Massen goldbraun und knusprig ist. Etwas auskühlen lassen und danach in Stücke brechen.
  6. Wer mag kann auch schon vor dem Backen in die aufgestrichene Massen mit dem Messer Linien ziehen um sie nach dem Backen in schönere, genauere Stücke brechen zu können.