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Rindsbraten mit Blaukraut und Semmel-Brot-Knödel

Im Zuge der Aktion "Ja zu Oberösterreich" der Bezirksrundschau OÖ, im Rahmen desser Regionaliät im Vordergrund steht, habe ich dafür ein typisches Hausmannskost-Menü zubereitet.


Als Vorspeise findet Ihr ein Rezept für Grießnockerl-Dreierlei, als Hauptgericht "Rindsbraten mit Wurzelgemüsesauce, Blaukraut und Semmel-Brot-Knödel" und als Dessert "Topfenbuchteln". 

 

Ein typisches Hausmannskostgericht mit Fleisch ist neben Bradl in der Rein, Zwiebelrostbraten oder Schnitzel sicherlich der Rindsbraten. Es gibt unterschiedliche Zubereitungsmethoden, meist aber findet man Wurzelgemüse sowie Rotwein in der Sauce, die für den typischen Geschmack wichtig sind. 

In meinem Rezept habe ich den Gemüseanteil in der Sauce erhöht und somit eine schöne, sämige und aromatische Sauce geschaffen. Dies ist eine gute Möglichkeit auch bei traditionellen Gerichten etwas mehr gesunde Zutaten zu integrieren. 

 

Als Beilage gab es traditionelles Blaukraut, welches durch verschiedene Gewürze sowie Apfel und Orange herrlich würzig schmeckte.

 

Die Semmelknödel dürfen bei einem traditionellem Hausmannskost natürlich auch nicht fehlen. Wer seine Knödel gesundheitlich etwas aufwerten möchte kann die hellen Semmelwürfel durch übrig gebliebenens (Vollkorn)Brot zumindest teilweise ersetzen.  So lässt sich altes Brot zum einen gut verwerten und auch geschmacklich werden die Knödel etwas aufgewertet. 

 

Als Vegetarierin koche ich folglich äußert selten mit Fleisch, wenn dann nur für Familie oder Freunde. Daher war dieses Rezept eine neue Herausforderung für mich. Aber man lernt bekanntlich nie aus und so wurde das Gericht, dank der Unterstützung meiner Oma dann doch noch zu einem (laut meiner Familie) schmackhaften Sonntagsessen. Bezüglich dem Fleisch möchte ich noch darauf plädieren, beim Einkauf unbedingt auf eine gute Qualität zu achten und wenn möglich auf Fleisch zurück zu greifen, von dem man weiß wo es herkommt. Der Fleischkonsum der Österreicher ist ohnehin schon sehr groß, weshalb ich empfehle, öfters vegetarische Gerichte auszuwählen und Fleischgerichte zu etwas Besonderem zu machen. Auf meinem Blog gibt es zahlreiche vegetarische Gerichte die abwechslungsreich und ausgewogen sind und den ein oder anderen auch helfen können, den Fleischkonsum etwas zu reduzieren.

 

Typische Hausmannskostgerichte gehören aber natürlich zu unserer Kultur und ich verbiete keinem  Fleisch zu essen, jedoch sollte dieses nicht täglich auf dem Speisplan stehen und, wie bereits oben erwähnt, zu besonderen Anlässen zubereitet werden.  

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RINDSBRATEN MIT SEMMEL-BROT-KNÖDEL UND BLAUKRAUT

 

Zutaten 6 Portionen

RINDSBRATEN

1 kg Rindfleisch

1 EL Senf

600 g gemischtes Wurzelgemüse (Karotten, Sellerie, Pastinaken, Petersilienwurzeln)

1 große Zwiebel

3 Knoblauchzehen

2 EL Rapsöl

2 EL Tomatenmark

200 ml + 50 ml Rotwein

Ca. 600 ml Rinderbrühe

Salz, Pfeffer

1 EL Preiselbeermarmelade

 

BLAUKRAUT

1,5 kg Blaukraut

1 kleine Zwiebel

1 mittelgroßer Apfel

2 EL Rapsöl

10 Wacholderbeeren

3 Lorbeerblätter

5 Nelken

½ TL Zimt

200 ml Rotwein

200 ml Wasser/Gemüsebrühe

Saft von 1 Orange

2-3 EL Preiselbeermarmelade

Salz, Pfeffer

2 EL Essig

 

SEMMEL-BROT-KNÖDEL

150 g altbackenes Brot in Würfel geschnitten

250 g Knödelbrot

1 EL Vollkornmehl

2 EL Weißmehl

300 ml Milch

3 Eier

Salz, Pfeffer

3 EL gehackte Petersilie

 

Zubereitung:

RINDSBRATEN

  1. Das Wurzelgemüse waschen, gegebenfalls schälen und in grobe Würfel schneiden.
  2. Zwiebel und Knoblauch schälen und würfelig schneiden.
  3. Das Fleisch mit Senf einreiben und mit Salz und Pfeffer würzen.
  4. In einem Schmortopf 2 EL Rapsöl erhitzen und das Stück Fleisch von allen Seiten hell anbraten.
  5. Anschließend wieder aus dem Topf nehmen und das Gemüse zugeben. Dieses einige Minuten mitbraten. Tomatenmark zugeben und kurz mitbraten, dann mit 200 ml Rotwein ablöschen und kurz aufkochen lassen.
  6. Rinderbrühe zugeben und nochmals aufkochen lassen.
  7. Das Fleisch im Ganzen wieder zugeben, Hitze etwas reduzieren und zugedeckt ca. 2 Stunden schmoren lassen.
  8. Dann das Fleisch aus dem Topf nehmen und das mittlerweile weich gekochte Gemüse zu einer sämigen Sauce pürieren. Nochmals 50 ml Rotwein sowie die Preiselbeermarmelade unterrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  9. Das Fleisch in Scheiben schneiden und in die  Sauce einlegen und mit dem Blaukraut und den Semmel-Brot-Knödeln servieren.                    

 

 

 

BLAUKRAUT

  1. Vom Blaukraut den Strunk entfernen und in dünne Streifen hobeln. Die Zwiebel schälen und würfelig schneiden.
  2. Den Apfel achteln und in kleine Würfel schneiden.
  3. In einem Topf 2 EL Rapsöl erhitzen und die Zwiebelwürfel darin glasig dünsten. Wacholderbeeren und Lorbeerblätter zugeben und kurz mitbraten.
  4. Blaukraut, Nelken und Zimt zugeben und ca. 10 Minuten  leicht mitbraten.
  5. Mit dem Rotwein ablöschen und das Wasser zugeben und ca. 30 Minuten zugedeckt leicht köcheln lassen.
  6. Den Saft der Orange zugeben und nochmals 30-40 Minuten köcheln lassen, bis das Kraut weich aber noch etwas bissfest ist.
  7. Die Preiselbeermarmelade zugeben und mit Essig,  Salz und Pfeffer abschmecken.        

 


 

SEMMELKNÖDEL

  1. Brotwürfel und Knödelbrot in eine große Schüssel geben und das Mehl sowie Salz, Pfeffer und gehackte Petersilie zugeben.
  2. Milch über das Brot leeren, gut durchmischen und etwas ziehen lassen.
  3. Eier zugeben, gut vermengen und nochmals ca. 15 Minuten ziehen lassen.
  4. Mit befeuchteten Händen ca. 8 Knödel formen.
  5. Die Knödel ca. 20 Minuten in leicht köchelndem Wasser (sollte nicht sprudelnd kochen) kochen. 

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