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Schusterweckerl

Brotsorten gibt es in Österreich ja mehr als genug. Die Vielfalt ist wirklich enorm und jede einzelne Sorte ist auf ihre Art und Weise unverkennbar und voller Genuss. Vom klassischem Bauernbrot bis hin zu Semmerl, Flesserl und Kornspitz, lässt die österreichische  Backkunst keine Wünsche offen. Schusterweckerl gehören hierzulande demnach genau so dazu, wie die Salzstangerl und Vinschgerl. 

Um meiner Brotbackleidenschaft nachzukommen, habe ich es mir zum Ziel gesetzt, so viel wie möglich auszuprobieren und habe daher auch mal die schmackhaften Schusterweckerl versucht nachzubacken. Und siehe dar, das Ergebnis kann sich sehen bzw. schmecken lassen. 

 

 

 SCHUSTERWECKERL

Zutaten (10 Stück)

SAUERTEIG

40 g Roggenmehl

40 g Wasser

1 EL Roggensauerteig-Anstellgut

 

HAUPTEIG

Sauerteig

250 g Roggenmehl

200 g Weizenmehl

10 g Salz

10 g Backmalz

8 g Kümmel

2 EL Rapsöl

260 ml warmes Wasser

1 Pkg Trockengerm

 

Zubereitung:

  1. Für den Sauerteigansatz am Vorabend 40 g Roggenmehl mit 40 g Wasser und einem Esslöffel Roggensauerteig-Anstellgut verrühren und zugedeckt (am besten in einer Plastikschüssel mit Deckel) ca. 12 h rasten lassen.
  2. Am nächsten Tag den Sauerteig mit den restlichen Zutaten 5-10 Minuten zu einem glatten Teig verkneten (per Hand oder Küchenmaschine).
  3. Den Teig zugedeckt 15 Minuten in der Schüssel rasten lassen.
  4. Auf einer bemehlten Arbeitsfläche 10 Weckerl formen, in Roggenmehl wälzen und mit dem Schluss nach oben (entsteht, wenn man sie rund faltet) auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben und nochmals ca. 30 Minuten rasten lassen.
  5. Den Backofen auf 210°C Heißluft vorheizen und die Schusterlaibchen ca. 20 Minuten mit Dampf backen.

 

Mit Dampf backen heißt: entweder die Funktion „Klimagaren“ des Backofens nutzen, falls vorhanden – dabei wird Wasser in das Backrohr in Form von Dampf abgegeben. Alternativ kann man ein hitzebeständiges Gefäß auf den Boden des Backofens stellen und darin Steine oder auch einfache Schrauben mitaufheizen. Gibt man das Blech in den Backofen, gleichzeitig in das Gefäß ein kleines Glas Wasser schütten und sofort die Ofentür zumachen, damit der dabei entstandene Dampf nicht entweichen kann, sondern im Ofen bleibt und den Weckerl beim Aufgehen hilft und ihnen einer knusprigen Kruste verleiht.

 

Das Rezept für den selbst angesetzten Sauerteig findet ihr auf meinem Blog in der Kategorie „Brot & Gebäck“. 

 

 Beim Backmalz handelt es sich um gekeimtes und anschließend getrocknetes, gemahlenes Getreide (z.B.: Gerste, Roggen, Weizen) und verleiht dem Brot zum einen Geschmack, eine dunklere Farbe, eine knusprige Kruste und einen luftigen Teig, in dem es die Hefeaktivität unterstützt. Erhältlich ist es zum Beispiel beim Bäcker eures Vertrauens. 

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SCHUSTERWECKERL
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